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Glück in der Liebe


„Da hast du aber Glück gehabt!“ Eine Person kann nicht nur in einer bestimmten Situation Glück haben, sondern auch glücklich sein, also Glück empfinden:

„Das Empfinden von Glück ist sowohl ein Gefühl, als auch ein Zustand, in dem sich eine Person befindet und der sich durch ein allgemeines, oft unbewusstes Wohlbefinden auszeichnet. Entscheidend sind dabei nicht die objektiven Tatsachen, sondern das subjektive Erleben der betreffenden Person. Glücksforscher verwenden deshalb statt des Begriffes "Glück" eher den Begriff "Subjektives Wohlbefinden".“ (Quelle: gluecksarchiv.de)

Dieses Wohlempfinden bemerken – im besten Fall – beide Menschen, die zusammen eine Partnerschaft führen. Am Anfang der Beziehung ist dieses Gefühl meist am stärksten, nicht ohne Grund wird dann von der rosaroten Brille gesprochen, die das Paar aufhat. Aber nicht nur die Liebe bzw. die Verliebtheit ist für den Beginn einer Beziehung wichtig.
 


Glückliche Partnerschaft: Nicht nur die Liebe zählt


 

Aber nicht nur der Ort des Kennenlernens oder die Vorstellungen von einem Partner schwingen bei der Suche mit. Bei der Auswahl sind auch andere Faktoren entscheidend, und die Liebe ist dabei nicht der Größte, das zeigt eine aktuelle Studie von PARSHIP. Laut dieser repräsentativen Studie, bei der 1.005 Österreicher zwischen 18 und 69 Jahren befragt worden sind, gingen nur etwas mehr als die Hälfte – 55 Prozent – ihre letzte Beziehung aus Liebe ein. Andere Faktoren, die die Entscheidung für eine Beziehung ausmachten, waren der Wunsch nach Familie (elf Prozent) oder gemeinsame Interessen (neun Prozent). Dagegen wurde der soziale Status des Partners mit nur zwei Prozent als eher irrelevant angegeben. Im Bundesvergleich zeigt sich, dass die Liebe für die Vorarlberger, Tiroler, Salzburger und Steirer zu jeweils 59 Prozent wichtig für den Eingang einer Beziehung ist. Für die Salzburger spiele zum Beispiel das Aussehen des neuen Partners keine entscheidende Rolle. Die Kärntner gaben an, ihre jetzige Beziehung wegen Langeweile in der letzten eingegangen zu sein. Was in den vier Bundesländern identisch gewesen ist, ist der Wunsch nach Familie und Kindern. Für eine lange Lebensdauer der Partnerschaft ist für 74 Prozent der Befragten der gegenseitige Halt wichtig, Liebe und Intimität stehen mit 61 Prozent nur an zweiter Stelle. Im Altersvergleich zeigt sich, dass das Bedürfnis nach Liebe mit den Jahren abnimmt. Während bei den 18- bis 29-Jährigen „Liebe, Intimität und Sexualität“ noch für 74 Prozent ausschlaggebend für den Fortbestand der Beziehung sind, legen die älteren Befragten (50 bis 69 Jahre) nur noch zu 51 Prozent Wert darauf. Psychologin Caroline Erb erklärt: „Aufgrund der gewonnenen Lebenserfahrung verschieben sich die Erwartungen an eine Partnerschaft. Für die ältere Generation ist der Wunsch nach Nähe und Familie von besonderer Bedeutung. Die Sehnsucht nach Schmetterlinge im Bauch nimmt im Alter ab.“ Doch wie können die Schmetterlinge möglichst lange am Leben gehalten werden?

 


Das Glückgefühl auffrischen


Glück in der Liebe Header 2 600 ©Quelle: statistik.at

Abbildung 2: Eheschließungen und Scheidungen in Österreich im Jahr 2014.

© kgorz (CC0 1.0) – pixabay.com / Quelle Daten: statistik.at


„Und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.“ Dieser Satz hat nur im Märchen Gültigkeit, in der Realität ist eine Beziehung hingegen mit viel Arbeit verbunden. Wer sein Glück mit dem Partner möglichst lange erleben möchte, muss dafür was tun. Denn obwohl im Jahr 2014 laut statistik.at insgesamt 37.458 standesamtliche Eheschließungen stattgefunden haben – 1.318 Ehen mehr als im Vorjahr – lag die Zahl der rechtskräftigen Scheidungen bei 16.647. Im Vergleich zum Jahr 2013 ein Plus von 689 Scheidungen. Wobei die Trennungen bei mehr als über die Hälfte in beiderseitigem Einvernehmen vollzogen worden sind (bei 87,7 Prozent). Der Bruch einer Beziehung, ob nun bei einer Ehe oder einer unehelichen Partnerschaft, muss nicht immer die letzte Lösung sein, wenn beide zum Beispiel unglücklich sind, dann lässt sich die Beziehung mit ein paar Mitteln wieder auffrischen:

 

Gemeinsame Erlebnisse: Zum Beispiel Urlaube oder Momente, die sich in der Kennenlernphase ereignet haben, wieder in Erinnerung rufen, dadurch werden Glücksgefühle hervorgerufen, die die Partner verbinden. Manchmal reicht es auch schon aus ein altes Bilderalbum hervorzuholen.

Alltägliche Rituale einführen und pflegen: Das können ein Spaziergang, ein gemeinsames Essen und Kochen oder ein Ausflug an einen Lieblingsort sein.

Komplimente und Lob: Das drückt Wertschätzung aus. Dabei müssen die Nettigkeiten nicht unbedingt ausgesprochen werden, diese können auch in kleinen Gesten und Berührungen, wie das Streicheln der Hand, vermittelt werden.

Gespräche führen: Wenn sich die Partner nicht mehr über die Tageserlebnisse oder ihre Ängste austauschen, kann die Beziehung schnell einschlafen. Der Partner sollte ein guter Freund sein, mit dem Leid und Freude ohne Scheu geteilt werden. Und nur so leben beide nicht nebeneinander, sondern miteinander.

• Aber neben der Zeit, die sich Mann und Frau einander schenken sollten, ist auch die Pflege der eigenen Bekanntschaften und Hobbys nicht zu vernachlässigen. So wird für neuen Gesprächsstoff gesorgt, der einen für den Partner wieder interessanter macht.

 

Neben diesen Tipps sind Vertrauen, Offenheit und Abwechslung die Basis einer glücklichen Beziehung.

 


Glücksformel


 

Ob die Beziehung jedoch auf Dauer glücklich sein kann, hängt entscheidend von den Persönlichkeiten der Partner ab. Psychologinnen haben laut dem Kurier 300 Österreicher befragt: „Was ist das Geheimnis Ihres Glücks?“ Das Ergebnis: die Fähigkeit zu vertrauen, das Konfliktverhalten und eine starke Psyche, die den Partner Konflikte überstehen lässt, sind insgesamt zu 40 Prozent ausschlaggebend für das Liebesglück. Die restlichen 60 Prozent verteilen sich auf die Wohnsituation, Stress im Job und das Auskommen mit der Verwandtschaft.

 


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