Tipps

BALATON SOUND Festival Report


Barfuß auf Sand stehend kann man am Plattensee Segelschiffe friedlich vorbeitreiben sehen und gleichzeitig das Dröhnen von Armin van Buuren, Galantis oder Jason Derulo im Rücken spüren. Unser Tim Turbo hat sich für euch über die Grenze nach Ungarn und in die Menge des Balaton Sound geschmissen, um euch Eindrücke mitzunehmen – von einem Festival voller Widersprüche.


Der Kollege von ENERGY Berlin und ich sind uns einig: am Plan steht überall querzuhören, den einen „großen Hit“ einzufangen und möglichst viel „Ab-zu-cornern“ (so sagt man im Berlin zum Chillen wie ich lerne)

Am Weg zum Festivalgelände begegnen uns freizügig bekleidete Mädels, Männer mit stählernen Sixpacks und alle zwei Meter ein buntes Bade-Einhorn. Dann geht’s schnurstracks zum VIP-Bereichs, der ironischer Weise der überfülltestet Ort am Gelände ist. Zwischen bunten, flauschige Stoffsäulen, Sonnensegeln und Couch-Areas fühl ich mich wie in einer Deckenburg und ins Kindergartenalter zurückversetzt. Die Mainstage, die aussieht als wäre sie aus gestapelten Bauklötzen und Boxentürme in Blumenform verstärken diesen Eindruck.

Riesige Bauklötze oder anders: die Mainstage 


Im Widerspruch zur kreativ, kindlichen Aufmachung ist der Altersdurchschnitt der Besucher verhältnismäßig hoch. Teenager sieht man kaum. Das mag daran liegen, dass Lage und Line-Up Besucher mit höherem Reisebudget aus Deutschland, Belgien und Frankreich anziehen. Ungarisch hört man verhältnismäßig selten. Vor der Mainstage shake ich zu Galantis, Axwell /\ Ingorosso und Tiesto in die Nacht, zwischen Feuerspeienden Blumen, Konfettiregen und einer bunten Lichtershow.

Am nächsten Tag ist Jason Derulo der einzige Act den ich auf Mainstage sehe. Nach einer groß inszenierten Show mit Tänzern ist ein Motto gefunden: statt „Swalla-la-la“ wird von nun an „Bala-la-ton“ gesungen.

An der Beachbar schwanke ich zu monotonem Techno mit Blick auf den Plattensee. Dann tauch ich unter einer riesigen schwarzen Plane in eine Zeltbühne ab. Sigma performen „Nobody To Love“, zu meiner Überraschung live.


Als ich wieder nach draußen gehe donnert mir neben einer Luftwatsche das geballte Festival entgegen: Aus allen Richtungen dröhnt Musik. Bunte Lichterketten an Fahrgeschäften und Bäumen tauchen alles in buntes Licht. Auf einem Seilzug gleitet jemand über meinem Kopf hinweg, während ich zwischen Sonnenliegen durch weichen Sand spaziere. Eine Künstlergruppe stolziert in aufgeplusterten, leuchtenden Kostümen an mir vorbei – Bin ich in den Dreharbeiten zu Avatar gelandet? 

 

Balaton Sound Bericht 2017 Bild1 ©Rockstar Photographers

Fotocredit: Rockstar Photographers


Fazit


Wer von einem Festival mehr als einen Kater und einen rauen Hals mitnehmen will, ist mit einem Sprung über die Grenze gut beraten. Gerade wenn man nicht mehr die Kondition hat, fünf Tage permanent durchzufeiern: in Kombination mit Sonnenstunden am Plattensee oder vielleicht sogar einem Ausflug nach Budapest lässt sich beim Balaton Sound gut ein verlängertes Wochenende verbringen, von dem man viele Ohrwürmer heim nimmt.  

 


Gewinnt Festivalpässe


Lasst es auf dem Sziget oder dem Ultra krachen! Meldet euch an und gewinnt eure Festivalpässe in der ENERGY Morgenshow mit dem Hobiger und dem Berger. 

« zur Übersicht

Diese Seite auf Facebook teilen

Diese Seite auf Facebook teilen